Sachkundenachweis Hund NRW: Fragen und Antworten
10 echte Beispielfragen aus dem offiziellen Fragenkatalog 2026 (Tierärztekammer Westfalen-Lippe) – mit Lösungen und Erklärungen zum Üben.
Die Theorieprüfung zum Sachkundenachweis in NRW wird aus dem offiziellen Fragenkatalog der Tierärztekammer Westfalen-Lippe zusammengestellt: 197 Fragen, verbindlich seit dem 01.03.2025. In der Prüfung beim Tierarzt bekommst du daraus in der Regel rund 30 Multiple-Choice-Fragen.
Wichtig für die Prüfung: Es ist nie vorgegeben, wie viele Antworten richtig sind – bei jeder Frage können eine oder mehrere Antworten zutreffen. Genau so kannst du unten üben.
10 echte Beispielfragen aus dem offiziellen Katalog
Frage 1: Was sind typische Jagdverhaltensweisen?
- Suchen nach Beute.
- Hetzen.
- Schütteln der Beute.
- Anschleichen und Vorstehen.
Richtig: A, B, C und D. Alle genannten Verhaltensweisen sind Teil der Jagdsequenz: Suchen, Anschleichen, Vorstehen, Hetzen, Fangen, Töten (Schütteln).
Frage 2: Woran kann man erkennen, ob ein Hund einem anderen gegenüber Imponierverhalten zeigt?
- Er zeigt einen starren Blick am Gegner vorbei.
- Er macht sich groß (Kopf hoch, Ohren aufgerichtet, steifer Gang, Schwanz hoch).
- Er bellt und legt die Ohren an.
- Er stellt den Schwanz steil auf und vor Erregung wird oft ein schnelles Wedeln mit wenig Ausschlag gezeigt.
Richtig: B und D. Imponierverhalten bedeutet, sich möglichst groß und dominant darzustellen: aufgerichtete Haltung, hoher Schwanz, steifer Gang.
Frage 3: Was bedeutet es, wenn ein Hund einen anderen Hund oder einen Menschen in angespannter Körperhaltung mit dem Blick fixiert?
- Es bedeutet, dass er den anderen gernhat.
- Es ist ein harmloses Imponierverhalten.
- Es ist ein offensives Drohverhalten.
- Es ist ein positives Sozialverhalten.
Richtig: C. Starres Fixieren in angespannter Körperhaltung ist eine direkte Drohung – der Hund kündigt mögliche Aggression an.
Frage 4: Welche der aufgezählten Gesten können Hunde zur Beschwichtigung einsetzen?
- Sich-über-die-Nase-Lecken.
- Pföteln.
- Kopf abwenden.
- Einen starren Blick nach vorne.
Richtig: A und C. Beschwichtigungssignale (Calming Signals) sind u. a. Nasenbelecken, Kopf abwenden und Gähnen – sie sollen Konflikte deeskalieren.
Frage 5: Was sind Anzeichen von Angst und Stress?
- Der Hund macht sich klein und versucht zu fliehen.
- Er hechelt und hat dabei den Schwanz eingeklemmt und die Ohren nach hinten gelegt.
- Er ist unruhig, gähnt und leckt sich häufig über die Nase.
- Er zeigt ein breites Wedeln mit dem Schwanz auf Höhe der Rückenlinie.
Richtig: A, B und C. Breites Schwanzwedeln auf Rückenhöhe ist ein Zeichen von Freude. Angst zeigt sich durch Körperverkleinerung, Hecheln und eingeklemmte Rute.
Frage 6: Nennen Sie typische Signale, an denen man ängstlich-unterwürfiges Verhalten erkennen kann.
- Blickkontakt halten.
- Sich klein machen und ducken.
- Den Schwanz einziehen und die Ohren anlegen.
- Harnen bei geduckter Haltung oder auf dem Rücken liegend.
Richtig: B, C und D. Blickkontakt ist eher dominantes Verhalten. Unterwürfigkeit zeigt sich durch Körperverkleinerung, eingeklemmte Rute und Unterwürfigkeitsharnen.
Frage 7: Welche Verhaltensweisen zeigt ein Hund, der Angst hat und sich bedroht fühlt?
- Er versucht zu fliehen.
- Er versucht anzugreifen, wenn er nicht ausweichen kann.
- Er wedelt und bettelt nach Futter.
- Er pinkelt unter sich.
Richtig: A, B und D. Ein bedrohter Hund flieht zuerst, greift an, wenn er nicht ausweichen kann, oder erstarrt. Harnen ist ein Stresssignal.
Frage 8: Was sind mögliche Stresssymptome eines Hundes?
- Hecheln.
- Unruhiges Verhalten.
- Starkes Haaren und ggf. stumpfes Fell bei länger anhaltendem Stress.
- Nach vorne gerichtete Ohren und Interesse an der Umwelt.
Richtig: A, B und C. Interesse und aufgerichtete Ohren sind positive Zeichen. Hecheln, Unruhe und Fellveränderungen können auf chronischen Stress hinweisen.
Frage 9: Sind alle Hunde gleich oder gibt es rassetypische Eigenschaften?
- Alle Hunde sind gleich.
- Je nach Rasse weisen Hunde unterschiedliche Veranlagungen auf, z. B. in Bezug auf Jagdverhalten und Aktivität.
- Verschiedene Rassen unterscheiden sich nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild.
- Rassetypische Eigenschaften gibt es nicht, aber anhand der Größe kann man Einteilungen treffen.
Richtig: B. Hunderassen wurden gezielt für bestimmte Aufgaben gezüchtet – das hinterlässt rassetypische Verhaltensveranlagungen.
Frage 10: In welchen Eigenschaften kann es bei Hunderassen große Unterschiede geben?
- Lauf- und Beschäftigungsbedürfnis.
- Veranlagung zur territorialen Verteidigung.
- Jagdbegeisterung.
- Veranlagung zur Ängstlichkeit.
Richtig: A, B, C und D. Alle vier Eigenschaften variieren stark zwischen Rassen, da sie für unterschiedliche Aufgaben gezüchtet wurden.
Diese Themen deckt der offizielle Katalog ab
- Ausdrucksverhalten und Körpersprache – auch als Bildfragen mit Hundefotos
- Rassetypische Eigenschaften und Veranlagungen
- Erziehung, Lernverhalten und Umgang mit dem Hund
- Haltung, Pflege und Gesundheit
- Gefahrensituationen richtig einschätzen
- Recht: die Regeln des Landeshundegesetzes NRW
Alle 197 Fragen üben – mit Erklärungen
Die Beispielfragen oben stammen aus dem kostenlosen Teil der Sachkundenachweis-NRW-App. Dort übst du den kompletten offiziellen Katalog – inklusive Bildfragen, Erklärung zu jeder Antwort, Lernfortschritt nach Themen und Wiederholung falsch beantworteter Fragen. Die ersten 20 Fragen sind kostenlos, der volle Katalog ist ein einmaliger Kauf ohne Abo.
Alles Weitere zur Prüfung – wer sie braucht, Ablauf und Ausnahmen – findest du im Ratgeber Sachkundenachweis Hund NRW. Was auf dich zukommt, steht in der Kostenübersicht.
